Der Planung einer Modellbahn...

... kommt eine große Bedeutung zu: Fehler, die hier gemacht werden, kosten später bares Geld, das besser in Rollmaterial oder Zubehör investiert werden kann.

Fast jeder Modellbahner hat wohl mit der klassischen "Platte" angefangen: eine solide Spanplatte, auf der dann ein Kreis mit Ausweiche und vielleicht noch eine kleine Rangier-Gelegenheit aufgebaut wird.

Und hier ist dann auch schon der erste schwere Fehler zu finden: die Spanplatte.
Wie der Name schon andeutet, wird eine solche Platte aus miteinander unter hohem Druck verleimten Holzspänen hergestellt. Der Klebstoff neigt allerdings dazu, nach einiger Zeit spröde zu werden und so löst sich die Platte nach und nach buchstäblich " in ihre Einzelteile" auf.

Eine wesentlich bessere Wahl ist Tischlerplatte oder Sperrholz. Auch hier gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede. Es lohnt sich immer, für den Unterbau einer Anlage etwas mehr Geld in Qualität zu investieren, damit man auch wirklich lange etwas von der Anlage hat.

Auch das Prinzip "Platte" hat seine Nachteile:
Lärm und schlechte Erreichbarkeit von entfernten Teilen der Anlage. Außerdem biegt sich auch eine Tischlerplatte mit der Zeit durch, weshalb eine Versteifung darunter geabut werden muß. Dies erhöht wiederum das Gewicht der Platte und verwandelt die ganze Angelegenheit in einen einzigen großen Resonanzkörper.

Abhilfe schaffen Gleistrassen: relativ schmale Sperrholz-Streifen, auf die später die Gleise montiert werden. Nur die Bahnhöfe werden noch auf (allerdings kleine) Platten gebaut.

Durch diese Bauweise ergibt sich ganz automatisch auch noch ein weiterer Vorteil gegenüber der Platte: Man kann mit der Geländegestaltung auch unter das Gleisniveau gehen, ohne großartige Sägearbeiten durchführen zu müssen.

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