Landschaft
Leicht sollte die spätere Landschaft sein und doch stabil. Neben der "klassischen" Methode mit Holzspanten, Fliegendraht und Gipsüberzug, gibt es noch unzählige andere Methoden; jede mit ihren ganz spezifischen Vor- und Nachteilen. Ich bevorzuge die Arbeit mit Styrodurplatten. Diese Platten werden zur Wärmedämmung im Hausbau benutzt und sind in der Regel in Baumärkten erhältlich. Sie sind in Stärken von 10 mm bis über 200 mm zu haben. Die von mir bevorzugte Plattenstärke ist 50 mm, weil die sich noch gut mit dem Messer schneiden und mit Weißleim oder Silikon verkleben läßt.
Unser Beispiel-Modul soll eine leicht hügelige Oberfläche mit Standflächen für Häuser und eine Trasse für Straßen erhalten. Über die Feingestaltung zerbrechen wir uns später den Kopf; jetzt wird sich erst einmal um den Rohbau gekümmert.
Die erste Amtshandlung ist, einen Styrodurblock zurechtzuschneiden, der stramm in das linke hintere Feld des Modulrahmens paßt. Er wird mit Weißleim so eingeklebt, daß er auf den Eckversteifungen und dem Bein aufliegt.
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| Auf diese Art wird jetzt der gesamte Modulkasten mit Styrodurblöcken ausgefüllt. | ![]() |
| Dort, wo später Hügel zu sehen sein sollen, wird einfach eine zweite Lage Styrodur auf die erste geklebt. Während des Trocknens sollte die zweite Lage beschwert werden. damit der Leim auch gut flächig verteilt wird | ![]() |
Jetzt kommt ein bißchen "Schweinkram" und es empfiehlt sich, einen Staubsauger parat zu haben, damit der Haussegen nicht schief hängt.... Nachdem die zweite Lage getrocknet ist, sollte mit Werkzeugen wie Messer, Raspel, Schraubendreher (ja, richtig gelesen!) oder den Fingern die Landschaftsform aus den Styrodurblöcken herausgearbeitet werden. Hier hat jeder seinen eigenen Geschmack und kann diesem so richtig freien Lauf lassen... Das sieht doch schon eher nach Landschaft aus, als die "Bauklötze" im vorigen Bild.. | ![]() |
| Mit ein wenig Gips und Farbe wird nun die Basis für die "richtige" Landschaft geschaffen. Noch ein kleiner Tip : Damit die Übergangsgleise nicht aus Versehen fest mit dem Rest des Moduls verbunden werden, lege ich etwas Frischhalte-Folie darunter und klappe die Folie über den Gleisen zusammen. | Nun wird ein wenig Gips angerührt und die Übergänge vom Holz zum Styrodur damit verspachtelt. Dabei braucht man nicht besonders sorgfältig zu arbeiten, denn Mutter Natur kann auch ganz schön "schlampig" sein. Nur direkt an den Modulkanten sollte schon ein sauberer Abschluß bestehen. Im selben Arbeitsgang kann auch der Rest des Styodurs mit einem leichten Gipsüberzug versehen werden. Bewährt hat sich die Methode, den Gips mit einem Flachpinsel aufzutragen und wie Farbe zu verstreichen. Dort, wo man besonders glatte Flächen erreichen will, kann man, wenn der Gips ein wenig angezogen hat, mit einem feuchten Schwamm die Oberfläche glätten. Ist das erledigt und der Gips gut durchgetrocknet, wird der gesamte weiße Untergrund mit Erdfarben angepinselt. Dazu reichen ganz normale Wandfarben, wie sie in jedem Baumarkt zu haben sind. Das Ergebnis sieht dann in etwa so aus: |
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| Jetzt könnte man sagen " OK, das war's. Ich baue eine Wüstenlandschaft". Gut, OK, aber dann dürfte der Hügel nicht so schön rund sein, weil Wind und Wetter verschiedene Gesteinsschichten auch verschieden "bearbeiten". Unser Hügel müßte demnach etwas zerklüfteter sein und auch farblich etwas abgesetzt sein. In diesem Beispiel will ich eine Bahnstrecke an einem kleinen Ort darstellen. Dazu braucht´s Straßen, Häuser und natürlich einige Pflanzen. | Beginnen wir mit der Stadtplanung, indem wir eine Straße diagonal über das Modul laufen lassen. Von dieser Hauptstraße soll eine Nebenstraße abzweigen. Eine maßstäbliche Straße in Spur N mit je einer Richtungsfahrbahn ist etwa 40 mm breit. |
Die Umrisse der Straße werden mit Bleistift direkt auf den Gips gezeichnet und mit Farbe in Beton- oder Asphaltton ausgemalt. Dort, wo die Straße die Bahnlinie kreuzt, wird mit Gips die Auffahrt zum Gleis und das Gleis selbst angespachtelt. Wenn der Gips fast trocken ist, werden die Gleis-Innenseiten mit einem kleinen Schraubendreher oder Nagel wieder vom Gips gesäubert, damit später Loks und Wagen diese Stelle ungehindert passieren können. Das Ergebnis dieser Aktion ist der typische Buckel zwischen Gleisen an einem Bahnübergang. | ![]() |
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