Modulbau...
Warum überhaupt Modulbau und was ist das ?
Ich fange mal mit dem letzten Teil der Frage an:
Modulbau ist, einfach ausgedrückt, der Bau einer Modellbahn-Anlage in Teilen, die wiederum nach einer bestimmten Norm aufgebaut sind. Die Norm entscheidet darüber, in welche Gastanlagen man sich eventuell "einklinken"kann. Damit wären wir auch schon beim ersten Teil der Frage; nämlich dem "warum?".
Für eine stationäre Anlage braucht man ziemlich viel Zeit, bis die erste Lok fahren kann; man denke nur an den Unterbau und die Verkabelung... Auf einem Modul ist vergleichsweise wenig Gleismaterial untergebracht und damit der Unterbau und die Verkabelung recht schnell erledigt. Ein weiterer Grund für den Modulbau ist der, daß es schwierig ist, eine komplette stationäre Anlage zu Treffen mit Gleichgesinnten mitzunehmen. Ein Modul ist dagegen ruck-zuck im Auto verladen (oder sogar per Bahn transportierbar!) und ebenso schnell beim Treffen in die dortige Anlage integriert. Die Normung macht´s möglich... Es gibt viele Normen, von denen einige europaweit (zum Beispiel der Fremo) oder sogar weltweit ( zum Beispiel NTRAK) anerkannt sind. In diesem kleinen Workshop werde ich mich an die NTRAK-Norm halten.
In der NTRAK-Norm gibt es wenig, das normiert ist:
- 1. Länge und Breite sind im 2-Fuß-Raster gehalten (610 mm - Raster)
- 2. die Gleislage an den Modulenden
- 3. die grundlegende Elektrik
- 4. Minimalradien
- 5. die Übergänge von einem Modul auf ein anderes
- 6. die Gleishöhe über Fußboden
- 7. Mindestansprüche an das verwendete Gleismaterial
Alles andere ist frei und dem Modulbauer überlassen.
Ich verwende auf meinen Modulen Code 55 - Gleismaterial von Peco. Die Übergangsgleise von einem Modul auf ein anderes sind normiert und beziehen sich auf ein Atlas Code-80 Gleisstück von 125 mm (5") Länge. Man kann sich dieses Übergangsgleis allerdings auch aus einem Roco-Gleis selbst herstellen. Das Peco-Gleis ist im guten Fachhandel erhältlich. Importeur für dieses Material ist die Firma Weinert in Syke bei Bremen.
In der NTRAK-Norm gibt es drei getrennte Stromkreise: von der Frontseite aus gesehen, werden diese durch die Farben Rot, Gelb und Blau repräsentiert. Bei der Verkabelung für Analogbetrieb halte ich mich bei den Anschlußkabeln für die Gleise an diesen Farbcode, wobei Masse immer durch ein schwarzes Kabel repräsentiert wird. Das "Plus"-Kabel kommt immer an die dem Betrachter zugewandte Schiene. Von vorne nach hinten heißt dies also
- Rot - Schwarz
- Gelb - Schwarz
- Blau - Schwarz
Weitere Informationen finden sich im Kapitel Verdrahtung.
Was gibt´s noch allgemeines zu sagen?
Eigentlich nichts; außer vielleicht, daß Modulbau und erst recht der spätere Betrieb mit Gleichgesinnten einen Riesenspaß macht!
Ich für meinen Teil finde es deutlich angenehmer, an Modulen zu bauen, als an einer stationären Anlage, weil ich
- a) einen sehr übersichtlichen Teil zu bauen habe,
- b) ohne großen Umbau-Aufwand neue Techniken ausprobieren kann,
- c) schnell zu einem "ansehnlichen" Ergebnis komme.
Für die englische Version dieser Seite bitte einfach das Sprach-Icon rechts neben der Titelgrafik anklicken...
Please click the language icon to the right of the sitelogo for the English version of this page...
